Schirmbau aus natürlichem Material



Tarnschirm für die Gänsejagd

Was ist wichtig beim Schirmbau für die Gänsejagd? Es ist peinlichst genau darauf zu achten, dass von außen keine Bewegung im Schirm festgestellt werden kann. Je kleiner der Schirm, desto kleiner die Öffnung nach oben durch die Gänse uns sehen können. Hier gilt die Graugans als  Richtlinie in Bezug auf die Sensibilität. Der Tarnschirm muss folglich blickdicht gebaut sein. 

 

Wir sind der Ansicht, dass wer den größtmöglichen Erfolg haben will, immer - sofern möglich - eine natürliche  Deckung aufsucht. Der Tarnschirm kann sowohl in Hecken, Schilfstreifen, Maisfelder, Sträucher etc. integriert werden, als auch vor natürlicher Deckung aufgebaut und zusätzlich zu dichten Tarnnetzwänden mit abgeschnittenen, gegen den Schirm gelehnten Ästen getarnt und unsichtbar gemacht werden. Auch sollte jede Möglichkeit, den Schirm in trockenen Gräben zumindest teilweise optisch verschwinden zu lassen und möglichst wenig auffallend zu machen, genutzt werden. Der Schirm sollte auch nicht nur die vier Außenwände haben, sondern bei zwei Jägern, immer eine Trennwand zwischen den Jägern aufweisen. Wobei eine doppelt gelegte Tarn-Gardine, die den Jägern das Beobachten ermöglicht, hierfür ausreicht. 

 

Werden Reviere häufiger bejagt, merkt man recht schnell, welche Plätze besonders gut sind. Sollten Gänse immer wieder vorkommen und die Jagd kann regelmäßig am selben Ort durchgeführt werden, sollte man prüfen, ob man nicht feste Tarnschirme baut. Diese können das ganze Jahr über stehen bleiben. Die Gänse gewöhnen sich zum einen so an den Schirm, zum Andern wachsen die Schirme in die Vegetation ein und werden darin unsichtbar. Darüber hinaus wird der morgendliche Aufbau auch an Stellen, die nicht mit dem Auto erreichbar sind, deutlich erleichtert, da der Schirmbau wegfällt, oder sich, falls die Deckung Lücken aufweist, auf das Anbringen eines Tarnnetzes beschränkt. 


Größe des Tarnschirmes

Wie viele Jäger sind in einem Tarnschirm sinnvoll? Die Gänsejagd aus dem Schirm kann einzeln oder zu zweit erfolgen. Mehr als zwei Schützen sollten seltene Ausnahmefälle bleiben.

 

Warum? Der Schirm ist umso auffälliger je größer er ist. Die Schiessleistung lässt nach, Schusshitze, schlechte Absprache, und oft unnötiger Patroneneinsatz der Grund dafür. Die Ablenkung für die Schützen ist größer. Die Bewegung im Schirm ist größer, die Chance das die Gänse Verdacht schöpfen deutlich größer...

 

Und als wichtigstes Moment: es kann zu gefährlichen Situationen kommen! Bei zwei Schützen in einem Schirm überragt die Mündung jedenfalls den Kopf des Mitjägers... Das ist bei einem Jäger nicht der Fall...

 

Die Größe des Schirmes passt man dem Jäger an. Sind zwei Jäger im Schirm, sollte man eine Trennwand einziehen. So wird der Schirm klein gehalten und die hoch anfliegenden Gänse, sehen die Jäger und Ihre Bewegungen schlechter.

 

Der Tarnschirm sollte möglichst klein und dennoch genügend groß gemacht werden. Als Richtmass für einen Einzelschirm gilt einen Meter Seitenlänge. Die Höhe wird dem Jäger in sitzender Position angepasst. Seit Haupt sollte deutlich unter der Schirmkante sein. 


Alternative zur Gänseliege

Gänseliegen können sinnvoll sein. Der Preis ist jedoch recht hoch, weshalb man sich überlegen sollte, eine solche Investition zu tätigen. Gute Decoys sind viel wichtiger. Der Tarnschirm kann selber gebaut werden, wodurch das Budget geschont bleibt. Eine Gänseliege ist keine Notwendigkeit für die Gänsejagd.