Gänseliege für die Lockjagd



Bei der Gänseliege handelt es sich um eine flache Liege mit Rückenlehne, die mit Tarnstoff überzogen ist. Der Jäger verschwindet komplett darin und zum Schiessen stößt er zwei Klappen auf, richtet sich mit dem Oberkörper auf und ist so feuerbereit.

 

In zahllosen Filmen, unterstützt durch die Werbung diverser Ausrüster für diese Liegen für die Lockjagd. Es wird oft der Eindruck erweckt, als ob es ohne derartige Gänseliegen gar nicht gehen würde und ein "must have" für jede Gänsejagd wären.

 

Darüber hinaus wird suggeriert, dass diese Liegen relativ unproblematisch zur perfekten Tarnung führen würden. Dem ist allerdings nicht so. Die Liegen müssen hervorragend getarnt werden, keinesfalls reicht das Tarnmuster des Stoffs.

 

Am Jagdort müssen die Liegen dann trotz alle dem mit dem ortsüblichem Material getarnt werden, wofür die Liegen Schlaufen haben in die dann Stroh Gras usw. eingeflochten werden können. Zudem sollte die Gänseliege zunächst mit einer Mischung aus Erde (tunlichst aus der näheren Umgebung des späteren Einsatzortes) und Wasser als "Grundierung" angestrichen werden. Idealerweise verschwinden die Umrisse der Liegen in der Vegetation/ im Boden. Dazu kann man, sofern der Landwirt das gestattet flache Mulden graben, oder die Liegen in liegengebliebenes Stroh einfügt. Dabei ist zu beachten dass länger liegendes Stroh häufig auf der Oberfläche schwarz wird und im inneren seine goldgelbe Farbe behält. Dreht man nun das unterste nach oben hat man in der dunkelgrauen Stoppel die leuchtend gelben Stellen an denen die Liege versteckt wurde.

 

Die letzte Tarnung erhalten die Liegen durch die rundum die Liegen in unmittelbarer Nähe aufgebauten Lockvögel. Beim Aufbau muss man darauf achten, die Liegen mehrerer Schützen so aufzubauen, dass keiner gefährdet wird und dass die Schützen je nach Anschlagsseite mit den Beinen schräg zur erwarteten Hauptschussrichtung liegen. Bei Rechtsschuetzen zeigen die Beine nach rechts.

 

Last but not least haben die Liegen auch den Nachteil, dass vor jedem Schuss die Gänse durch das Öffnen der Klappen erschreckt werden und kein Schuss mehr auf eine vertraut anstreichende Gans möglich ist. 


Schwanenliege für die Gänsejagd

Einige Gänsejäger aus Regionen mit regelmässigem Schwanenvorkommen nutzen große schwanenförmige Liegen um die Gänse zu überlisten. Seit hunderten von Jahren graben sich Gänsejäger auch Gruben um sich der Sicht der Tiere zu entziehen. Dazu unbedingt die Erlaubnis des Eigentümers einholen!!!!

 

Sofern das Gelände nur etwas Deckung in Form von Gräben, Schilf, Hecken oder Mais bietet ist dort die einfachste Möglichkeit sich zu verstecken und einen guten Schirm IN DER NATÜRLICHEN Deckung zu errichten, wie es mittlerweile auch bei der Krähenjagd von Kennern und Könnern empfohlen und praktiziert wird.


Zusammenfassung Gänseliege

Zusammenfassend kann man daher sagen, dass auch mit diesen Gänseliegen ein erheblicher Aufwand verbunden ist der sich nur dann lohnt, wenn zum einen der Frassplatz keinerlei sonstige Deckung aufweist, zum Anderen aber dennoch genügend natürliches Material auf der Fläche liegt, in das die Liegen integriert werden können .

Ein kahles Saatfeld, ein gehächselter Maisschlag auf dem kein Stroh liegt wird damit trotzdem kaum bejagt werden können.